Transdermale
Systeme

Unter einem Transdermalen System, versteht man die Applikation von Arzneiwirkstoffen über ein Pflaster, die eine effektivere und für den Patienten verträglichere Resorption (Aufnahme des therapeutischen Wirkstoffs in die Blutbahn)  ermöglichen.

Therapeutische Systeme setzen den Wirkstoff besonders langsam und über ein langes Zeitfenster kontrolliert frei. Die Wirkstoffe diffundieren durch die Haut und gelangen über hautnahe Gefäße direkt in die Blutbahn ohne den Magen-Darm-Trakt oder die Leber passieren zu müssen.

Es gibt verschiedene Systeme zur Freisetzung eines Wirkstoffes aus dem Pflaster hinein in die Haut, die sich in die vier Gebiete passive Diffusion, energiegetriebene Diffusion, mechanische Perforation und energiegetriebene Perforation einteilen lassen. Transdermale Pflaster mit einer Wirkstoffmatrix (Matrixpflaster) ermöglichen eine passive Diffusion und nehmen eine dominierende Position auf dem Markt für transdermale Systeme ein.

Die wesentlichen therapeutischen Vorteile von transdermalen Systemen gegenüber anderen Darreichungsformen sind insbesondere:

  • Verminderte Anwendungshäufigkeit (Decreased Application Frequency)
  • Konstante Wirkstoffpegel
  • Reduzierte Nebenwirkungen (Reduced Adverse Effects)
  • Verbesserte Compliance (Improved Drug Intake Compliance)
  • Erhöhte Bioverfügbarkeit
  • Verbesserte Pharmakokinetik

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